Die Linke rechnet mit einer Kandidatur Oskar Lafontaines für den Parteivorsitz. "Die Tendenz geht zu Lafontaine, weil sich für den Lafontaine-Flügel keine Alternative anbietet", sagte ein Vorstandsmitglied der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). "Das Ergebnis der saarländischen Landtagswahl wird keinen unmaßgeblichen Einfluss haben. Wenn Lafontaine noch einmal die 20 Prozent überspringt, ist er unschlagbar."
Politik
Wahltrend: Schwarz-Gelb und Rot-Grün liegen gleichauf
Die Union verteidigt zum dritten Mal in Folge ihr derzeitiges Umfragehoch. Im stern-RTL-Wahltrend, der vor der Nominierung von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten erhoben wurde, kommt sie unverändert auf 38 Prozent. Dramatisch bleibt die Lage für die FDP: Wie in der Vorwoche wollen ihr nur 2 Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Erholen dagegen konnten sich die Grünen, die Anfang Februar auf ein Tief von 13 Prozent gefallen waren. Sie kletterten um 2 Punkte auf 15 Prozent. Auch die Piratenpartei verbesserte sich: Sie stieg um einen Punkt auf 8 Prozent.
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Kabarettist Schramm kandidiert nicht für die Linkspartei
Der Kabarettist Georg Schramm wird nicht Präsidentschaftskandidat der Linkspartei. Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" unter Berufung auf das Umfeld des Parteivorsitzenden Klaus Ernst. "Das wird nicht unser Kandidat", heißt es da. "Herr Schramm steht nicht auf dem Zettel." Zugleich wurde aus dem Parteivorstand Kritik am ehemaligen Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine laut, der Sympathien für den Kabarettisten bekundet hatte.
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Ströbele kritisiert Äußerungen von Gauck zu Sarrazin und Occupy
Hans-Christian Ströbele kritisiert die Äußerungen des designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck zu Sarrazin. "Mich stört, dass Herr Gauck eine Reihe von Äußerungen in der Öffentlichkeit getan hat, die mich doch sehr geärgert und zum Teil sogar erschreckt haben", sagte Ströbele im PHOENIX-Interview. Darin habe Gauck Sarrazin Mut bescheinigt, und dass er ein wichtiges Problem angesprochen habe, "ohne gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass die Thesen von Sarrazin fremdenfeindlich sind. So geht dass nicht." Zu den Äußerungen Gaucks zur Occupy-Bewegung bemerkte Ströbele: "Ich bin ein Fan der Occupy-Bewegung. Wie man diese Bewegung als lächerlich bezeichnen kann, kann ich nicht nachvollziehen. Das finde ich ärgerlich."
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